Schneidermühle Witzmannsberg

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Seit mehr als 200 Jahren gehört zur Hammerschmiede und der Schneidermühle ein Wirtshaus. Zwei, später drei Teiche stauten das Wasser des Baches und versorgten die Hammerschmiede über große Wasserräder mit Energie. Und so fanden zahlreiche Handwerker den Weg nach Schneidermühl, um sich hier ihre Werkzeuge schmieden zu lassen.

Und während der Schmied mit seinem Hammer das Eisen schmiedete und das Feuer in der Esse glühte, hielt man sich gemeinschaftlich in der Wirtsstube auf. Viel hatte man sich zu erzählen, zu diskutieren und zu spekulieren.

Später hat sich vieles verändert. Seit 1933 ist das Anwesen samt Wirtshaus im Eigentum der Familie Alteneder. Die Mutter von Josef Alteneder führte neben dem Wirtshaus auch noch eine Landwirtschaft, der Vater rackerte in der Hammerschmiede.

Die Steinhauer und Glasbläser von einst sind heute von Wanderern, E-Bikern, Motorradfahrern und Pferdefreunden abgelöst. Die Pferde können auf einer eingezäunten Weide nahe der Terrasse ihre eigene Pause genießen, während drinnen Wirtin Maria die Gäste mit ihren Kochkünsten verwöhnt. Was geblieben ist, ist die Biertemperatur:  Sie ist heute noch immer dieselbe wie vor 200 Jahren,  denn es lagert seit jeher im Naturkeller, gleich neben dem großen Wasserrad.

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